Kinderspiele Nachtrag 094

Stadt, Land, Fluss

Man nimmt ein Blatt Papier (DIN-A4, vorzugsweise quer), gliedert es in Spalten und schreibt über die jeweils eine Kategorie, zum Beispiel Stadt, Land, Fluss, Tier, Name, Beruf (das dürften so die Klassiker sein). Nun wird ein Buchstabe ermittelt, indem ein Kind im Geiste das Alphabet aufsagt, ein anderes „Stop!“ ruft und das erste den gerade gedachten Buchstaben nennt. Dann dürfen alle Spieler die Spalten mit Begriffen füllen, die mit eben diesem Buchstaben beginnen – so lange, bis der erste alle Spalten gefüllt hat und laut „Stop!“ ruft, alle die Stifte fallen lassen und die Punkte gezählt werden. Soweit dürfte das Spiel den meisten bekannt sein. Man kann es deutlich verschärfen! Nicht nur, indem man sich besonders schwierige Kategorien ausdenkt (zum Beispiel „Bösewicht“ oder „was man lieber verheimlicht“), sondern auch, indem es beispielsweise nur für diejenigen Begriffe einen Punkt gibt, die sonst niemand aufgeschrieben hat oder die doppelte Punktzahl, wenn man einen Begriff findet, der den Buchstaben doppelt enthält (wie etwas „Brigitte Bardot“ in der Kategorie „Schauspielerin“).

Oma plätschert lustig in der Badewanne!

Jeder Spieler hat ein Blatt Papier (DIN-A4) quer vor sich liegen, auf dem bereits der namensgebende Beispielsatz (mit etwas Platz zwischen den einzelnen Satzteilen) steht. Nun schreibt jeder als erstes ein Subjekt (gegebenenfalls mit Artikel) oder einen Namen unter das „Oma“, faltet anschließend das Papier so, dass der Begriff verdeckt wird und reicht ihn an seinen Nebenmann weiter. Der wiederum schreibt, ohne zu wissen, was das Subjekt ist, ein Verb (in der dritten Person Singular) unter das Wort „plätschert“, faltet abermals das Papier und reicht es weiter. Beim nächsten Spieler wird ein Adjektiv unter dem Wort „lustig“ hinzugefügt, das Blatt wieder gefaltet und weitergereicht. Schließlich wird noch eine sogenannte Dativ- oder Akkusativergänzung (inklusive der benötigten Präposition) hinzu geschrieben, so dass sich das Ganze unter „in der Badewanne“ zu einem vollständigen Satz fügt. Nun wird der Zettel aufgefaltet und der Satz laut vorgelesen, zum Beispiel: „Ein Huhn turnt schräg in der Eisenbahn“. Besonders lustig finden es Kinder, wenn sie die Namen von Menschen aus ihrem Umfeld (zum Beispiel einer Lehrerin) verwenden und (gewollt oder ungewollt) ein bisschen „anzüglich“ werden: „Frau Hansen knutscht verrückt hinter der Telefonzelle.“ Das Spiel lässt sich noch erweitern, indem man zum Beispiel eine Zeitangabe ergänzt, für die Präposition samt Artikel eine separate Spalte vorsieht und dazwischen ein zweites Adjektiv einbaut: Oma / plätschert / morgens / lustig / in der / alten / Badewanne.

Auch wenn die Erklärung wie ein kleiner Grammatikexkurs erscheint, können es selbst Grundschüler, die noch keine Ahnung von Grammatik haben, ganz schnell lernen – einfach indem sie sich an dem Beispielsatz orientieren.

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