Stille Post

Alle Kinder sitzen (oder stehen) im Kreis (zum Beispiel um einen runden Tisch) oder in einer langen Reihe. Das erste Kind flüstert seinem Nachbarn einen Satz ins Ohr, der flüstert ihn wiederum seinem Nachbarn ins Ohr und so weiter. Ist die Runde oder Reihe beendet, sagt das letzte Kind laut, was es von dem, was sein Nachbar ihm ins Ohr geflüstert hat, verstanden hat. Manchmal ist das etwas ganz anderes als der Satz, der ursprünglich auf die Reise ging.

Alle Vögel fliegen hoch

Alle Kinder sitzen an einem Tisch und legen die Hände flach auf die Tischplatte. Ein Kind ruft zunächst laut: „ Alle Vögel fliegen hoch“ und reckt dabei die Hände in die Höhe, was ihm alle Kinder nachtun. Nacheinander ruft das Kind den gleichen Satz, wobei er jeweils etwas anderes benennt, das hoch fliegt. Etwa „Alle Adler fliegen hoch“ oder „Alle Flugzeuge fliegen hoch“, aber auch „Alle Fische fliegen hoch“ oder „Alle Trecker fliegen hoch“. Dabei reckt er jedes Mal die Hände in die Höhe. Die anderen Kinder aber müssen aufpassen und nur dann die Hände in die Luft heben, wenn das Benannte tatsächlich fliegen kann. Wer dabei erwischt wird, bei einem falschen Gegenstand oder Lebewesen die Hände nach oben zu recken, scheidet aus. Gewonnen hat, wer am längsten richtig liegt und darf als nächstes ausrufen „Alle Vögel fliegen hoch“ und so weiter.

Wattepusten

Kinderspiele 072

Alle Kinder sitzen um einen (möglichst runden) Tisch, auf dem ein Stück Watte liegt. Die Hände liegen auf dem Schoß, denn sie dürfen nicht benutzt werden. Von allen Seiten pusten die Kinder nun kräftig, um die Watte zu einem anderen Spieler zu bewegen beziehungsweise möglichst weit von sich weg. Wird ein Spieler von der Watte „getroffen“ oder fliegt sie in seinem Bereich vom Tisch, scheidet er oder sie aus. Gewonnen hat, wer zuletzt noch am Tisch sitzt. Hat man einen rechteckigen Tisch, kann man auch gegeneinander in Mannschaften antreten und „Tore“ zählen.

Lirum, larum, Löffelstiel

Mit den Worten „Lirum, larum, Löffelstiel, wer das nicht kann, der kann nicht viel!“ wird ein Kochlöffel von einem Kind zum anderen weitergereicht. Dabei klopft das erste Kind auf eine bestimmte Art mit dem Löffel bei jeder Silbe auf den Tisch. Zum Beispiel verwendet es dabei die linke oder die rechte Hand, fasst den Löffel nur mit bestimmten Fingern, hält die eine oder die andere Seite des Löffels nach oben oder unten, dreht ihn während des Klopfens in die eine oder andere Richtung oder ähnliches und gibt dann den Löffel weiter. Der nächste Spieler muss nun versuchen, den Löffel auf genau dieselbe Art zu schwingen, während der Spruch aufgesagt wird, und ihn dann ebenfalls weitergeben. Wenn der Löffel wieder am Ausgangspunkt ankommt, gibt der erste Spieler bekannt, was genau sein „Geheimnis“ war und inwieweit die einzelnen Spieler (bzw. der Letzte) den Löffel (noch) richtig oder falsch geschwungen haben.

Hänschen, piep mal

Einem Kind werden die Augen verbunden. Die anderen setzen sich im Kreis auf Stühle. Das Kind mit den verbundenen Augen darf nun auf eins der Kinder im Stuhlkreis zugehen (oder es wird geführt), sich auf dessen Schoß setzen und dann sagen: „Hänschen, piep mal!“ Das angesprochene Kind antwortet (mit verstellter Stimme) „Piep!“ und das Kind mit den verbunden Augen muss raten, um wen es sich handelt. Rät es richtig, bekommt das erratene Kind als nächstes die Augen verbunden. Rät es falsch, muss der Spieler weiter ziehen und es erneut versuchen.

Kinderspiele 149Rippel-Tippel

Die Kinder sitzen um einen (möglichst runden) Tisch herum. Jedes Kind erhält eine Nummer und ist damit „Rippel-Tippel eins“, „Rippel-Tippel zwei“ und so weiter. Mit einer festen Formulierung (siehe weiter unten) müssen die Kinder nun einander aufrufen. Es beginnt der Spieler mit der Nummer eins. Derjenige Spieler, den er aufruft, darf dann den nächsten aufrufen. Wer sich dabei verspricht oder verhaspelt, bekommt einen Strafpunkt, genannt „Tippel“, ins Gesicht gemalt. Der Spruch geht so: „Rippel-Tippel eins mit keinem Tippel ruft Rippel-Tippel vier mit keinem Tippel.“ Wobei natürlich im Verlauf des Spiels die Zahl der Tippel in den Kindergesichtern aufgrund von Versprechern steigt, der Spruch folglich irgendwann zum Beispiel lauten muss: „Rippel-Tippel zwei mit drei Tippeln ruft Rippel-Tippel eins mit einem Tippel.“ Die Kinder müssen sich also neben der eigenen Nummer die Anzahl der Tippel in ihrem Gesicht merken. Die Anzahl der Tippel der anderen Spieler müssen sie korrekt ablesen. Und alle Spieler müssen aufpassen, dass der, der grade spricht, auch alles richtig macht. Das Spiel wird also immer schwerer, die „Versprecher“ immer lustiger … und jemand anderem einen Tippel ins Gesicht zu malen, ist sowieso ein großer Spaß (Details zum späteren Abwischen lasse ich hier mal außen vor).

Stip-Stop-Essen

Eigentlich soll man ja während des Essens nicht spielen, aber zum Beispiel bei einem Kindergeburtstag ist es vielleicht ausnahmsweise erlaubt … Ein Kind (zunächst das Geburtstagskind und dann reihum ein anderes) darf während des Essens die Kommandos „Stip“ und „Stop“ rufen. „Stip“ bedeutet, dass alle Kinder auf der Stelle in ihrer Bewegung erstarren müssen – also während des Essens, Kauens, Trinkens, mit der Gabel vor oder im Mund, dem Glas an den Lippen oder wie es sich gerade ergibt. Und egal wie lustig das ist – es darf auch nicht gelacht werden! Erst, wenn das Kind nun „Stop“ ruft, darf weitergegessen (und -geplappert) werden.

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